Dienstag, 20. November 2012

Zeiten

Dies ist ein abgeänderter Beginn eines Liedes, 
das ich für den Jugendgottesdienst schrieb.

So viele Tage sind vergangen,
So viele Blumen sind verblüht.
So viele Himmel wolkenverhangen,
So viele Blätter fortgeweht.

Und  Lichter werden entzündet,
sind aus Dunkelheit begründet.
Sie entflammen in unseren Herzen,
leuchten auf als flackernd Kerzen,
vorbereitend auf die Ankunft eines Jungen,
dem manches Wunder ist gelungen.

Sonntag, 4. November 2012

Anders.

Der Schlaf ist nie gekommen,
verstummt ist jeder Laut.
Im Albtraum noch gefangen,
des Erwachens beraubt.

Der Horizont beginnt zu glimmen,
blauer Himmel ist glutrot.
Deine Zeit will nicht verrinnen,
längst bist du schon tot.

Sonntag, 7. Oktober 2012

Brücke

Das ist meine Interpretation zu Brücken, Daryl.


Langsam senkt Dunkelheit sich nieder,
lausche der letzten Vöglein Lieder,
eh' die Nacht hüllt all' in Schweigen.

Das kühle Nass quillt aus dem Grunde,
hinterlässt in Erden tiefe Wunde,
die nicht geschlossen werden kann.

Von oben sehe ich herab,
höre die Bäume im Winde wispern
und alles Leben leise flüstern.

Unter mir rauscht ein Fluss,
gibt dem Lande liebvoll' Kuss
und fließt immer weiter.

Die Brücke, auf der ich steh',
lässt es mich überwinden,
lässt mich daraus schwinden.

Fort treibt alles,
Fort ist all mein Weh'.