Mittwoch, 13. Januar 2016

Es tut mir leid


Es war viel zu laut,
Distanz zerbrach den Raum.
In der Stille war ein Klagen
und es lag auch eine Schuld.
Aus Ängsten gebaut -
ein Versuch, die Flucht zu wagen.
Am Ende bleibt der böse Traum
mit seiner zerstörenden Gewalt.
Die Sterne blicken nieder
und ihr Licht wirkt fahl.
Auf einmal ganz gefangen
im immer dunklen Tal.

Mittwoch, 30. Dezember 2015

Vertrauen


Blauer Morgen liegt still da,
roter Abend ist schon nah.
Der Adler zieht Kreise,
liegt sein Blick auf mir?
Er fliegt schon eine ganze Weile
und so stehe ich hier.
Suchend schweifen meine Augen,
ich höre deine Stimme nicht.
Ich kann es nicht glauben,
doch hoffe ich auf dich.
Ich weiß um deine Hand.
Warum nur bin ich fort gerannt?
Es tut mir leid.
Ich kämpfe mit den Tränen.
Zeit. Ich brauche Zeit.

Mittwoch, 9. Dezember 2015

Blick aus dem Fenster


Was ist ein Lächeln in der Zeit,
von der doch nichts als Asche bleibt?
Wie Feuer, die einmal brannten,
in der Hitze einer Nacht.
Wie zarte Strahlen am Tage,
die ihn zur Schönheit gebracht.

Das Licht wird fahl und alt,
die Krähen schreien.
Als wollten sie noch weihen
ein Bett, so leer wie kalt.

Alles flieht;
Stop!
Sie ist doch noch da,
wie sie es immer war.
Nein!
Die Zeit ist tot
vergessen begraben irgendwo.