Donnerstag, 30. August 2012

Welt

Meine Welt ist aus Träumen gebaut
und ich habe diesem Leben gänzlich getraut.
Doch Risse bildeten sich
und ich erkannte es nicht.
Ich lebte weiter wie zuvor,
schaute zu diesem Himmel nicht empor.
Dann stürzte alles auf mich ein,
ich konnt' nicht einmal schrei'n.
Begraben unter den Trümmern
hörte niemand mein Wimmern.

In die Wasser

Ich gehe in die Wasser,
weil kein Ort mehr existiert.
Das Leuchten der Sonne wird blasser,
bis es gänzlich an Schein verliert.

Die nasse Kälte macht mich taub,
doch muss ich weiter gehen.
Nie war das Rauschen des Meeres so laut
und ich bleibe kurz stehen.

Ein Blick zurück...

Mein Weg führt mich weiter,
ich versinke mit jedem Schritt.
Die Angst ist mein Begleiter,
treibt mich zum Höllenritt.

Ein letzter Blick zurück...

Ich spüre nichts mehr,
Ich sehe nichts mehr,
Ich fühle nichts mehr.

Ich lebe fortan tot im Meer.


Ein Schnitt

Achtung ! Die Klinge ist ganz scharf,
du musst sie richtig halten.
Hab' genug für dein' Bedarf,
dein Gemüt wird über's Restlich' walten.
Am besten setzt du einen schnellen Schnitt
und fordere es nicht heraus, das Glück.
Auch wenn es dich vermeintlich leicht verletzt,
wird der Schmerz dich wohl durchfahren
du wirst dieses Gefühl im Herzen bewahren.
Doch bist du ein Narr, dass du dich ritzt.