Samstag, 12. März 2016

Aus der Fabrique


Der graue Morgen schaut durch's Fenster
und sieht ein Licht im stillen Raum.
Mit einem Hammer in den Stein
steht die Liebe.
Langsam wird der Himmel klar,
das bunte Band aus Farben
zieht sich durch das karge Land
und lässt es Blumen tragen.
Der Eisbär tanzt mit dem Schwan
bis der Mond gebrochen ist.

Die Menschen stehen an den Steigen,
wie kann man all den Lärm nicht hören?
Hier sollte niemand lang verweilen,
weil sie den Strom sonst stören.

Nur ein trauriges Auge blickt zurück.

Samstag, 27. Februar 2016

Im Atelier


Der bleierne Schatten
drückt mich hernieder.
Ein Wecker klingelt
seit Stunden
in meinem Ohr.
Was wartet?

Ich höre die Zeit
an deiner Brust versunken.
Die Uhr tickt,
es gibt kein Zurück.

Montag, 15. Februar 2016

gestern, 14.02.16


Was sind Flügel für den Himmel,
wenn dich der schwarze Grund noch jagt?
Valentin, kennst du es zu glauben,
ein Leuchten blende deine Augen,
fern an einem fremden Horizont,
der dir so vertraut, doch unbekannt?
Ich sage dir, ich bin ein armes Kind,
wie lange lief ich dem Licht so nach,
am Ende war ich tot und schwach,
und zerfressen, wie ich es nicht find'.
Jetzt liege in deinen Armen,
du singst mir einen süßes Lied.
Ich muss nicht mehr auf Frieden warten,
Vertrauen, das mich wiegt.