Samstag, 23. September 2017

Träume III


Die Straße liegt da
und lächelt sanft
unter dem Staub
der Träume.
Der Sand knirscht,
ein Geschenk
von tausend Kindern.

Nimm mich in den Arm
und gehe mit mir
zurück
zu aller Anbeginn.

Die Straße liegt da
und lächelt sanft
unter dem Staub
der Träume.

Montag, 28. März 2016

Offener Brief


Lieber Tod,
ich will nun gehen.
Es ist schon lange Zeit.
Du hast mein Blut gesehen
und meine Tränen.
Das Licht starb immer schnell,
ja, wozu war es letztlich da?
Denn je öfter es schwand,
desto größer wurd' die Qual.
Ich bin sicher nicht bereit,
doch warte ich auf deine Hand.
Oft denke ich an deinen Kuss,
will er mir auch verheißen,
dass ich Abschied nehmen muss.

Samstag, 12. März 2016

Aus der Fabrique


Der graue Morgen schaut durch's Fenster
und sieht ein Licht im stillen Raum.
Mit einem Hammer in den Stein
steht die Liebe.
Langsam wird der Himmel klar,
das bunte Band aus Farben
zieht sich durch das karge Land
und lässt es Blumen tragen.
Der Eisbär tanzt mit dem Schwan
bis der Mond gebrochen ist.

Die Menschen stehen an den Steigen,
wie kann man all den Lärm nicht hören?
Hier sollte niemand lang verweilen,
weil sie den Strom sonst stören.

Nur ein trauriges Auge blickt zurück.

Samstag, 27. Februar 2016

Im Atelier


Der bleierne Schatten
drückt mich hernieder.
Ein Wecker klingelt
seit Stunden
in meinem Ohr.
Was wartet?

Ich höre die Zeit
an deiner Brust versunken.
Die Uhr tickt,
es gibt kein Zurück.

Montag, 15. Februar 2016

gestern, 14.02.16


Was sind Flügel für den Himmel,
wenn dich der schwarze Grund noch jagt?
Valentin, kennst du es zu glauben,
ein Leuchten blende deine Augen,
fern an einem fremden Horizont,
der dir so vertraut, doch unbekannt?
Ich sage dir, ich bin ein armes Kind,
wie lange lief ich dem Licht so nach,
am Ende war ich tot und schwach,
und zerfressen, wie ich es nicht find'.
Jetzt liege in deinen Armen,
du singst mir einen süßes Lied.
Ich muss nicht mehr auf Frieden warten,
Vertrauen, das mich wiegt.

Mittwoch, 13. Januar 2016

Es tut mir leid


Es war viel zu laut,
Distanz zerbrach den Raum.
In der Stille war ein Klagen
und es lag auch eine Schuld.
Aus Ängsten gebaut -
ein Versuch, die Flucht zu wagen.
Am Ende bleibt der böse Traum
mit seiner zerstörenden Gewalt.
Die Sterne blicken nieder
und ihr Licht wirkt fahl.
Auf einmal ganz gefangen
im immer dunklen Tal.

Mittwoch, 30. Dezember 2015

Vertrauen


Blauer Morgen liegt still da,
roter Abend ist schon nah.
Der Adler zieht Kreise,
liegt sein Blick auf mir?
Er fliegt schon eine ganze Weile
und so stehe ich hier.
Suchend schweifen meine Augen,
ich höre deine Stimme nicht.
Ich kann es nicht glauben,
doch hoffe ich auf dich.
Ich weiß um deine Hand.
Warum nur bin ich fort gerannt?
Es tut mir leid.
Ich kämpfe mit den Tränen.
Zeit. Ich brauche Zeit.

Mittwoch, 9. Dezember 2015

Blick aus dem Fenster


Was ist ein Lächeln in der Zeit,
von der doch nichts als Asche bleibt?
Wie Feuer, die einmal brannten,
in der Hitze einer Nacht.
Wie zarte Strahlen am Tage,
die ihn zur Schönheit gebracht.

Das Licht wird fahl und alt,
die Krähen schreien.
Als wollten sie noch weihen
ein Bett, so leer wie kalt.

Alles flieht;
Stop!
Sie ist doch noch da,
wie sie es immer war.
Nein!
Die Zeit ist tot
vergessen begraben irgendwo.

Samstag, 28. November 2015

Blume im Schnee


Der Schnee fällt tief
ins dunkle Tal.
Welch zarte Blüte
lebte auf in diesem
Zauber der Nacht?
Jetzt, alleine eingeknickt
im Schlaf mit dem
Vergessen,
das sie nicht
lieben will.

So schrei doch!
Es wird dich jemand hören.
Bleib noch eine Weile wach,
es wird dich jemand hören.

Der Schnee fällt tief
ins dunkle Tal.

Dienstag, 3. November 2015

Clown der Einsamkeit


Die Zeit lacht mir hohl ins Gesicht,
der rote Mund ist purer Hohn,
kalt und leer die vollen Lippen.
Schminke rinnt über das rosige Fleisch
und brennt wie Feuer.
Große Augen starren mich an,
sie haben keine Erwartung mehr.
Eigentlich schauen sie weg,
nur Abscheu betrachtet es.
Ein Kopfschütteln, wie Donner.
Es klingt nach und nach.
Ein Cis im Quart.
So kühl weht der Wind am verlass'nen Steig,
der Zug ist lange abgefahren.
Und seine großen Schuhe
treten alles platt.
Sein Lächeln tönt weiter
und singt die Gute Nacht.

Dienstag, 27. Oktober 2015

Heute


Ein schneller Flug
in stummer Starre.
Weit über das Meer
unter den Wolken getrieben.
Die Dunkelheit
schleicht weiter.
Die Wellen schreien -
ein ferner Name.
Ein Rauschen
Ein Wispern
.

Montag, 21. September 2015

Es wird besser


Ein Blick
Und das Lächeln kehrt zurück.
Wie schnell nur
Fegt der Wind das Laub,
die Straßen frei!
So kalt es auch wühlt,
der Schritt vorwärts
liegt bereit!

Samstag, 12. September 2015

Wie viel trennt uns


Wie viel trennt uns,
wenn nicht nur Worte?
Die Sonne stirbt
Woanders.
Der Sturm ist
Überall.
Die Böen zerreißen so
ein Feuer, einst warm
                 einst lichterloh.

Donnerstag, 27. August 2015

Seenot


Der Segler auf dem Meer
glüht weiß wie Hoffnung.
Der blaue Spiegel strahlt.
Die Hände grüßen Heimat,
schieben selbst die Wolken.
Der Mund zeigt innerliches Rot,
dem Gruß der Heimat für.

Ich winke zurück und freue mich.
Den wahren Grund verstehe ich nicht.
Auf einmal ist das Boot fort
und ich frage mich warum.

Donnerstag, 13. August 2015

Sommertraum


Wo ich es nie verwunden,
wird das Bett mir sein.
Wo letzter Sommerkuss entschwunden
Ist der Himmel mein.
Und ich küsse noch die Tage,
weil sie bald  alle mich verlassen.
Und Dann wird die Zeit mich doch noch fassen.
Genau Das lässt mich ein Lächeln wagen.

Donnerstag, 30. Juli 2015

Carnaby


Ist es der Schein,
der durch die Blätter fällt?
Der Schatten
liegt zu unseren Füßen.
Irgendwie ist es falsch.
Nicht nur
du fühlst es.
Weil es so ist.

Ich steh' da,
greife deine Hand.
Hier ist kein Spiegel,
ich spüre die Wand.

Freitag, 17. Juli 2015

Monitor


Die Kerze flackert
Geigen im Raum
In einem Film
ist alles schön

Dunkle Augen
sanftes Lächeln
vielleicht ein Zweifel

Mich anzulehnen
deine Hand zu nehmen
kann mein Herz nur flehen
ich kann diesen Schritt nicht gehen

Was geschieht wenn
ich weine, weil ich liebe
?

Donnerstag, 16. Juli 2015

Zwiegespräch


Der Krieg geht weiter,
sei leise, wenn du kannst!
Du darfst es nicht verraten,
verlass mich nicht!
Du darfst es ihm nicht sagen,
ich hab' solche Angst!
Halt dein Herz nur kühl,
alles alles ist zu viel.

Montag, 22. Juni 2015

U-Bahn


Die Treppe führt nach unten,
der Zug rauscht aus der Ferne.
Wir stehen da und schauen
dem and'ren in die Augen.
Uns trennen tausend
Gedanken.
Der Blick schweift fort.
Verloren sind die,
die hoffen.
Nichts
ist mehr
das, was einmal war.
Zwei Seelen sind
losgelöst von allem.
Ich ertrinke doch
du siehst nur das Licht.
Am Grunde, ich muss
gehen.
Der Zug rauscht aus der Ferne,
die Treppe führt nach unten.

Donnerstag, 4. Juni 2015

Blütenkrone


Eine weiße Blütenkrone
erhebt sich aus dem Boden.
Stolz reckt sie dem Himmel sich entgegen,
doch wilder Wind lässt sie erbeben.
Sie strebt nach jenem hellen Licht,
nur dass sie es fühlen kann.
Mehr als das will sie doch nicht.
Aber bei ihrem Strecken
will es den Hals ihr brechen.